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Mund- und Windelsoor naturheilkundlich behandeln
Mundsoor und auch Windelsoor werden i.d.R. durch den Pilz Candida albicans verursacht. Die Pilzsporen werden meist durch Ansteckung übertragen, ungewollt während der Geburt über die Scheidenflora, oder einfach über Hautkontakte beim Kuscheln und Stillen. Die meisten Menschen haben eine gewisse Anzahl dieser Pilzsporen, ein kräftiges Immunsystem und gesunde Ernährung verhindern jedoch die explosionsartige Vermehrung der Pilze. Da Säuglinge und Kleinkinder noch kein ausgereiftes Immunsystem haben, sind diese deshalb anfälliger bei Soor. Während Mundsoor an den weißen Stippchen (weiße Bläschen) auf der roten Mundschleimhaut zu erkennen ist und immer noch sehr häufig auftritt, sieht man Windelsoor seltener. Das liegt an den modernen Windeln, die den Po lange trocken halten. Trotzdem, Soor bleibt lästig, ist manchmal schmerzhaft und kann den gesamten Magen/Darm Trakt befallen.
Die westliche Medizin behandelt die Pilze mit Antimykotika, mit pilztötenden Medikamenten. Trotzdem sollte man bei leichterem Befall bewährte natürliche Hausmittel ausprobieren. Bei Mund- und Windelsoor könnte es zu einer Linderung durch Betupfen oder Bestreichen der betroffenen Stellen z.B. mit einem Wattestäbchen, mit verschiedenen Tinkturen führen. Hier eine Auswahl:
Auch ein Sitzbad könnte Linderung bringen. Dazu etwa 30-50 g Eichenrinde mit 1L Wasser aufkochen, diese 15-20 min ziehen lassen und wohltemperiert ins Badewasser geben. Hinterher nur trocken tupfen und den Babypopo noch etwas ohne Windel an der Luft lassen. Bitte nicht länger als 5 Tage anwenden, da es die Babyhaut zu stark austrocknen kann.
Mütter und ältere Kinder sollten unbedingt zucker-und hefehaltige Nahrung meiden. Pilze ernähren sich davon.
Zur Vorbeugung von Mundsoor bei Säuglingen sollten Schnuller vor Verwendung ausgekocht werden. Bei stillenden Müttern empfiehlt sich auf die gründliche Hygiene und Pflege der Brustwarzen zu achten.
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