Therapeuten schreiben für Patienten

Gesunde Ernährung – aber bitte individuell.
Heutzutage leben wir in einer Zeit wachsender Veränderung. Es werden immer höhere Anforderungen an uns gestellt. Aber viele Menschen möchten ja auch mehr Leistung erbringen können, sowohl im Sport, in ihrem Beruf, in der Ausbildung und in der Schule. Grundsätzlich gilt hierbei Folgendes:
Degeneration kann zu Funktionsschwächen der Gewebe und Organe führen und im weiteren Verlauf zu Funktionsstörungen der verschiedenen Organsysteme und Gewebe. Aus diesem Grund bilden sich dann chronisch degenerative Erkrankungen, wie die des Herzkreislaufsystems, des Nervensystems und des Stütz- und Bewegungsapparates. Individuelle Ernährung liefert in hohem Maße Energie und kann helfen neue Energiequellen aufzubauen.
Zunächst bezieht sich das auf die allgemeinen Bedingungen des Alltags, die berufliche Tätigkeit, die Art und Weise der täglichen Leistungsanforderungen und die bisherigen Gewohnheiten der Ernährung. Außerdem wird berücksichtig, welche Systeme des Körpers dieses einen Menschen der Stärkung bedürfen und welche überaktiv sind und balanciert werden müssen. Wo existieren Blockaden im Energiefluss des Körpers? Die individuelle Ernährung ist immer prozessorientiert. Veränderungen, die im Verlaufe der Nahrungsumstellung auftreten, werden stets sofort berücksichtigt.
Demzufolge ruht ein reibungsloses Funktionieren sämtlicher Systeme unseres Organismus auf der kraftvollen, balancierten Arbeit der einzelnen Inneren Organe und ihrer Kooperation untereinander. Unsere stabile Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit basiert auf der optimalen Arbeit dieses Systems.
Bei hohen dauerhaften Leistungsanforderungen können die Inneren Organe in ihrer Funktion geschwächt und gestört werden. Die Aufgabe der Individuellen Ernährung muss sein, diesen Organen mit Hilfe spezieller Nähr- und Wirkstoffe ihre ursprüngliche kraftvolle Funktionsfähigkeit zurückgeben zu können.
Spezielle Nahrungsmittel vermögen spezielle Organe zu stärken und zu aktivieren. Diese Aufgabe können verschiedenste Arten von Gemüsen, Salaten, Obst, Gewürzen, Kräutern, Samen, Säften, Hülsenfrüchten und Getreidearten übernehmen. Im allgemeinen Umgang mit Nahrungsmitteln existiert keine Bezeichnung in Bezug auf ihre Wirkung. Dies ist eine Regelung des Gesetzgebers, der vorschreibt, dass Wirkungen nur pharmazeutischen Produkten zugeschrieben werden dürfen.Tatsächlich existieren aber anerkannte wissenschaftliche Studien, die belegen, dass auch Nahrungsmittel eine Wirkung auf die Inneren Organe haben. Die Wirkung dieser Nahrungsmittel kann aufgrund ihrer Inhalts- und Wirkstoffe sowohl entgiftend, balancierend, stärkend, als auch schützend sein. Das liegt daran, dass jedes Nahrungsmittel eine spezielle Zusammensetzung von Nähr-, Vital- und Wirkstoffen enthält, die ganz besonders für dieses Organ wirksam sind.
Ist ein Organ im Verband der anderen Inneren Organe geschwächt, so muss es wieder zu seiner optimalen Funktionsweise zurückgeführt werden, da sonst auch andere Organe in Mitleidenschaft gezogen werden.
Hier sind einige knappe Beispiele:
Schwächen einzelner Organe können aufgrund einer erblichen Belastung entstanden sein. Äußere Einflüsse nach der Geburt, wie unzureichende Nährstoffzufuhr können eine Rolle spielen. Das gleiche gilt für Essen in Eile und ungünstige Kombination bestimmter Nahrungsmittel. Aber auch emotionale Faktoren spielen eine Rolle.
Das Limbische System ist ein entwicklungsgeschichtlich gesehen sehr alter Bereich unseres Zentralnervensystems. Es ist entscheidend an der Steuerung unserer Gefühle beteiligt. Außerdem reguliert das Limbische System die Tätigkeit aller Inneren Organe. Das sind die physiologischen Hintergründe. Viele Menschen können aber auch wahrnehmen, dass emotionaler Stress ihnen auf den Magen schlägt oder die Blase schwächt.
Die Traditionelle Chinesische Medizin, ein mehr als 5000 Jahre altes medizinisches und philosophisches System, hat eine ganz konkrete Zuordnung der einzelnen Organe zu Gefühlen etabliert. Diese manifestieren sich, wenn die Organe nicht in ihrem kraftvollen Gleichgewicht arbeiten und untereinander optimal kooperieren. Die Erfahrung in meiner Praxisarbeit hat mir dies bestätigt.
Vitalität bedeutet die Lebendigkeit und optimale Widerstandsfähigkeit sämtlicher Systeme Ihres Körpers und die Fähigkeit sich nach jeglichen Anstrengungen bestmöglich regenerieren zu können. Sie ist präsent über die Anwesenheit von vier Säulen. Daher bleiben diese kraftvoll in ihrer Funktion erhalten durch die harmonische, energievolle und balancierte Tätigkeit jedes Einzelnen Ihrer Inneren Organe. Dies sind insbesondere die Niere, Blase, Leber, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse, Herz, Dünndarm, Magen, Milz, Lunge und der Dickdarm.
Unser Organismus produziert verschiedene Verdauungssäfte. Dies geschieht in Abhängigkeit von den Nahrungsmitteln, die ihm zugeführt werden. Er kann nicht gleichzeitig zwei verschiedene Verdauungssäfte bilden.
Werden also Nahrungsmittel so beim Essen kombiniert, dass verschieden Verdauungssäfte gebildet werden müssten, so kommt es zu einer starken Verzögerung der Verdauung. Nähr- und Vitalstoffe können nur unzureichend aufgenommen werden. Außerdem fällt dann bei der Verdauung mehr Säure an. Diese muss vom Organismus zusätzlich balanciert werden.
Die individuelle Ernährung berücksichtigt diesen Tatbestand umfassend und gibt entsprechende Ernährungsempfehlungen bei der Kombination von Nahrungsmitteln.
Wenn unsere Inneren Organe die Möglichkeit hätten, in ein Restaurant zu gehen und dort um eine eigene Speisekarte zu bitten, so sähen diese Speisekarten sehr verschieden aus. Jedes unserer Inneren Organe hat bestimmte Vorlieben für Speisen, Getränke, Geschmacksrichtungen und Gewürze. Das liegt daran, dass bestimmte Gemüse, Salate, Obstsorten, Samen, Gewürze, Kräuter, Pilze und Getreide die Organe in der Entgiftung unterstützen, sie balancieren, stärken und schützen können. Das hat mit der Zusammensetzung an Wirk- und Vitalstoffen dieser Nahrungsmittel zu tun.
Um eine optimale Nähr- und Wirkstoffaufnahme und deren Verwertung gewährleisten zu können, muss immer sichergestellt werden, dass die Entgiftung des Körpers optimal funktioniert. Diese Aufgabe liegt insbesondere „in den Händen“ der Leber. Es würde an dieser Stelle zu weit führen, sich der genauen Diagnostik, welche einer Individuellen Ernährungsberatung vorausgeht, zu widmen, ebenso wenig wie detailliert auf die Vorlieben der einzelnen Organe einzugehen. Das vorliegende Essay möchte lediglich den Anspruch heben, einen ersten Einblick in die Denk- und Vorgehensweise der Individuellen Ernährung zu geben.
Hinweis: Im weiteren Verlauf werden wir in eigenen Geschichten in diesem Blog einige Organe auf ihrem Weg ins Restaurant begleiten. Seien Sie gespannt…
Hier der Link zu Teil 1 der humorvollen Reise der Organe:
Teil 1 Die Leber will verreisen
Teil 2 Die Milz grübelt
Verfasserin: Birgit Bonin Diplomsportpädagogin Heilpraktikerin Beraterin für die Methode LifeTech, Raiffeisenstraße 17, 63633 Birstein, +49 (0)6054 9176859, +49 (0)175 1995628, [email protected]