Was ist ein Muskelfaserriss und was Sie tun können
Was tun bei einem Muskelfaserriss?
Zuerst muss man sich einen Muskel genauer anschauen um zu verstehen, wie es zu einem Muskelfaserriss kommen kann. Ein Muskel besteht aus einer großen Anzahl an Faserbündeln, welche aus einzelnen Muskelfasern bestehen. Jede dieser Fasern ist mit einer elastischen Bindegewebshaut überzogen. Auch die Faserbündel und der Muskel selbst sind von dieser schützenden, straffen, weißen Bindegewebshaut überzogen.
Bindegewebshaut und ihre Funktion
Das Bindegewebe, welches sich um die einzelnen Fasern, Bündel und den Muskel legt, schützt und verbindet zugleich die einzelnen Funktionseinheiten des Muskels. Durch seine Elastizität sorgt die Bindegewebshaut auch dafür, dass sich der Muskel nach Anspannung wieder in die Ruheform zurückbilden kann.
Welche Muskelverletzungen gibt es?
Muskelzerrung: Überdehnung des Muskels, die Struktur bleibt erhalten
Muskelfaserriss: Durch anhaltende Muskelüberlastung können kleinste Verletzungen wie Muskelfaserrisse entstehen
Muskelriss: Durchtrennung des Muskels über den ganzen Querschnitt
Ursache für Muskelverletzungen
Maximale Belastungen und nicht ausreichend trainierte oder aufgewärmte Muskulatur
Äussere Einwirkungen wie Trauma, Kälte und Unfälle
Muskelfaserriss und seine Anzeichen
Bei Faserrissen: meist akuter, stechender Schmerz
Bei großen Muskelfaserrissen: zusätzlich Dellen im Muskel, bzw. beim vollständigen Riss starke Vorwölbung des Muskels
Einschränkung der Funktion bei großen oder vollständigen Muskelfaserrissen
Schwellung und Einblutung im entsprechenden Gewebebereich
Muskelverletzungen – Notfallmaßnahmen
Hier wird nach dem Schema „PECH“ vorgegangen:
P = Pause – sofortiges Beenden des Sportes
E = Eis – Kühlen der verletzten Stelle, nicht auf offenen Wunden kühlen
C = Compression – Druckverband wirkt der Schwellung entgegen, nicht zu fest anlegen
H = Hochlagern – dadurch wird bei Verletzungen der Extremitäten der Rückfluss des Blutes und der Schwellflüssigkeit erleichtert
Wie behandelt man einen Muskelfaserriss naturheilkundlich
Was hilft naturheilkundlich bei einem Muskelfaserriss:
Elektrotherapie
Physiotherapie
Tapen
Akupunktur
Schröpfen
Tuina-Massage
Homöopathie
Alle Behandlungsmethoden bei einem Muskelfaserriss sollten nicht in den Schmerzbereich hineingehen, sondern nur solange ausgeübt werden, wie der Patient die Behandlung als angenehm empfindet.
Hausmittel bei Muskelfaserriss:
Quarkwickel oder Wickel mit Retterspitz zur Abschwellung
Arnika-, Beinwell-Salbe
Einreibung mit Johannisöl
Rescue-Tropfen nach dem Unfall
Homöopathische Hilfe bei einem Muskelfaserriss:
Arnica – Bei Prellungen, Verletzungen, Blutungen, Muskelschmerzen
Bryonia – Bei Prellungen
Calendula – Bei Schürf-, Riss-, Schnittwunden, offene Wunden
Ruta – Bei stumpfen Verletzungen, Sehnen- und Knochenhautverletzungen, Verrenkungen, Verstauchungen, Quetschungen, Zerrungen,
bei akuten Erkrankungen: jede halbe bis volle Stunde fünf Kügelchen (Kleinkinder zwei bis drei Kügelchen)
bei chronischen Verlaufsformen oder nach Besserung: zwei bis vier Mal täglich fünf bis sieben Kügelchen (Kleinkinder zwei bis drei Kügelchen)
Operative Behandlungsform:
Nur nach großen Rissen, wenn mehr als zwei Drittel des Muskels betroffen sind oder ein großer Bluterguss verkapselt ist. Hier werden die Fasern wieder zusammengenäht. Danach muss der Muskel für ca. 4 Wochen ruhig gestellt und anschließend mit Muskelaufbautraining gestärkt werden.
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