Therapeuten schreiben für Patienten
Wenn die Mundschleimhaut aufgrund einer verminderten Speichelsekretion nicht mehr ausreichend befeuchtet wird kommt es zur Mundtrockenheit. Die Ursachen können sehr unterschiedlich sein. Mundtrockenheit kann ein allgemeines Zeichen bei Austrocknung (Exsikkose) sein. Sie kann als Nebenwirkung eines Medikaments auftreten oder als Symptom einer Erkrankung.
Bei einer ausgeglichenen Flüssigkeitsbilanz halten sich die Flüssigkeitszufuhr über Speisen und Getränke sowie die Flüssigkeitsausscheidung über Urin, Schweiß und Stuhl die Waage. Eine zu geringe Trinkmenge, z. B. aufgrund eines fehlenden Durstgefühls oder eine zu hohe Flüssigkeitsausscheidung, z. B. bei schwerem Durchfall oder Erbrechen führen insgesamt zu einem Mangel an Körperflüssigkeiten.
In besonderen Belastungssituationen ist ein trockener Mund eine normale Stressantwort des Körpers und i. d. R. nicht behandlungsbedürftig. Ein weithin bekanntes Merkmal eines „Katers“ ist die Mundtrockenheit nach übermäßigem Alkoholgenuss.
Bei älteren Menschen sind Mundtrockenheit und nachlassende Funktion der Mundspeicheldrüsen häufig Ausdruck eines verminderten oder fehlenden Durstgefühls. Neben dem trockenen Mund kann es zu weiteren typischen Symptomen kommen wie: stehenbleibende Hautfalten, Fieber und Bewusstseinsstörungen.
Eine über längere Zeit anhaltende Mundtrockenheit, besonders dann, wenn sie nicht durch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr behoben werden kann, bedarf der weiteren medizinischen Abklärung durch einen Arzt.
von Ilona K. Zubrod, am 25.07.2014