Therapeuten schreiben für Patienten

Magen- und Darmerkrankungen sind schmerzhaft. Die Natur kann helfen.
Unser Magen-Darm-Trakt reguliert die Nahrungsaufnahme und deren Verdauung. Aufgrund unseres hektischen Alltagslebens, kommt unser Organismus schnell aus der Balance. Essen während der Arbeit, zu wenig Bewegung, psychische Belastungen stören unsere Verdauungsvorgänge. Die Folge können Magenschmerzen, Geschwüre, Sodbrennen, Durchfall und Blähungen sein.
Um bei leichten Magen-Darmerkrankungen wieder seine natürliche Balance herzustellen ist eine regelmäßige und leichte Kost notwendig.
Wichtig sind auch fettige, stark gewürzte, heiße oder eiskalte Speisen zu vermeiden. Auch sehr scharfe Gewürze sollte wegen der Reizung der Magenschleimhaut nicht konsumiert werden. Auch Milch und Milchprodukte sollten bei Unverträglichkeit gemieden werden. Steinobst sollte nur in geringen Mengen und nur reif konsumiert werden.
Alkohol, Kaffee, kohlensäurereiche Getränke und schwarzer Tee sollten wegen der Säureproduktion ebenfalls bei akuten Beschwerden weggelassen werden.
Tee´s mit Pfefferminze, Fenchel, Kümmel, Anis und Ingwer, sowie probiotische Bakterien, wie Lactobazillen und Bifidobakterien. Diese haben einen positiven Effekt auf den Darm und dessen Immunsystem und lassen den belasteten Darm schneller regenerieren.
Die klassische Haferschleimsuppe, bei der Haferflocken mit Wasser und etwas Salz gekocht und je nach Verträglichkeit mit zerkleinertem Obst verfeinert werden, wussten schon unsere Großmütter bei Magen-Darmverstimmungen zu schätzen.
Das Mittel bei Durchfall und Erbrechen aufgrund von verdorbene Speisen (Lebensmittelvergiftung), Wärme verbessert den Zustand.
Bei Übelkeit und Erbrechen bei hellhäutigen, schnell frierenden Kindern. Schweiß, Stuhlgang und Erbrochenes riechen säuerlich.
Bei wässrigem, oft grünlich, stinkendem Durchfall, vor allem beim Zahnen, oft zeitgleich wunder Po.
Bei stechenden, kolikartigen Schmerzen, Wärme und Druck auf den Bauch bringen Linderung.
Bei wässrigem, grünem, schleimigem Durchfall, besonders durch kaltes, feuchtes Wetter im Sommer und Herbst. Starke Schmerzen um den Nabel herum.
Bei Erbrechen, krampfartige Bauchschmerzen und starken Blähungen. Oft Globusgefühl im Hals.
Bei Erbrechen und Durchfall durch übermäßige Nahrungsaufnahme, oder auch bei nervösem Magen mit Magendruck und starker Übelkeit.
Bei Brechdurchfall nach Lebensmittelvergiftung oder durch veränderte Lebensgewohnheiten, vor allem bei Reisen.
Bei verdorbenem Magen oder wässrigem, grünem Durchfall nach zu viel fetten, schweren Speisen.
Bei Übelkeit mit heftigem Würgen und Erbrechen. Auch bei Kältegefühl im Bauch mit krampfartigen Bauchschmerzen.
In der Chinesischen Medizin wird hier der klassische Congee verwendet, welcher aus einem Teil Reis und acht Teilen Wasser besteht und über längere Zeit auf kleiner Flamme geköchelt wird, bis der Reis eine breiartige Form hat.
Auch Akupressur hat sich sehr gut bewährt. Hilfreich sind Magen 36, PC 6 und Ren 9 und 12, diese Punkte am besten jeweils beidseits 5 Minuten massieren. Bei akuter Gastritis (Magenschleimhautentzündung) massieren Sie zusätzlich Ma 44 und Ma 45.
Mehr zur Selbstbehandlung durch Akupressur erfahren Sie hier: Akupressur für die Selbstbehandlung
S. Rudrich 09-14